Werner Blohm

Werner Blohm

Die Wirkung des Klimas auf unsere Gewässer ist nicht zu übersehen, der Klimawandel wird sich auch in unseren Gewässern bemerkbar machen.

  • Elbehochwasser im Juni 2013: Am Beispiel des Elbehochwassers im Juni dieses Jahres wird gezeigt, wie sich Wetterphänomene auf die Wasserqualität auswirken.
  • Datendienst des Wassergütemessnetzes Hamburg: Der Datendienst des Wassergütemessnetzes Hamburg steht grundsätzlich jedermann zur Verfügung. Die Daten könnten also ohne viel Aufwand in die Klimadiskussion mit einbezogen werden. Auch andere Bundesländer betreiben derartige Messnetze.
  • Workshops – Gewässergüte-Monitoring: Im Rahmen des Bildungsprogramms zum EWS werden 3 Workshops angeboten, die Hamburger Schülern die Nutzung der Daten des Wassergütemessnetzes in Hamburg aufzeigen und so die gezeigten Beispiele nachvollziehbar machen.

Elbehochwasser im Juni 2013

Anfang Juni stiegen nach starken Regenfällen in den Ober- und Zulaufgebieten der Elbe die Pegelstände der Flüsse massiv an. Am 3. Juni 2013 wurden schließlich die Auslöseschwellen an den Pegeln Schöna (Elbe), Halle-Trotha (Saale) und Bad Düben (Mulde) überschritten und somit das Messprogramm für hydrologische Extremereignisse gestartet, das innerhalb der Flussgebietsgemeinschaft Elbe vereinbart wurde. Das Junihochwasser 2013 war ein Extremhochwasser. An der Saale und an der Elbe unterhalb von Wittenberg wurden die höchsten Wasserstandswerte seit Beginn regelmäßiger Pegelaufzeichnungen registriert.

Die Messstationen des Hamburger Wassergütemessnetzes (www.wgmn.hamburg.de) dienen der Umweltüberwachung. Mit einfachen Basis-Messgrößen, wie Sauerstoffkonzentration oder elektrolytischer Leitfähigkeit kann eine kontinuierliche Aufzeichnung der Messdaten wertvolle Hinweise auf Veränderungen in der Wasserqualität anzeigen. Die beiden Hamburger Messstationen Bunthaus und Seemannshöft liegen vor und hinter dem Hafen, die Messergebnisse beschreiben in den gezeigten Grafiken den Verlauf der Flutwelle im Juni.

Datendienst des Wassergütemessnetzes Hamburg

Die Daten des Wassergütemessnetzes Hamburg stehen grundsätzlich jedermann zur Verfügung und könnten so auch in die Klimadiskussion auf einfache Weise mit einbezogen werden.

Das Institut für Hygiene und Umwelt betreibt seit 1988 für die Stadt Hamburg ein Wassergütemessnetz mit 9 Messstationen an den Fließgewässern Elbe, Alster, Bille, Ammersbek, Tarpenbek und Wandse. Ähnliche Messnetze gibt es auch in anderen Bundesländern.

Die Messstationen zeichnen kontinuierlich Daten zur Qualität der Gewässer auf. Sie sind ihren Aufgaben entsprechend mit verschiedenen Messgeräten ausgestattet. Diese erfassen biologische und chemisch-physikalische Gütekenndaten wie Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt, pH-Wert und Chlorophyllgehalt.

Der Online-Dienst auf Hamburg.de (https://gateway.hamburg.de ) ermöglicht es, auf aktuelle und in der Vergangenheit gemessene Daten zuzugreifen. Die Daten werden als Grafiken und als Listen zur Verfügung gestellt. Für die Benutzung des Dienstes ist eine kostenlose Registrierung erforderlich.

Workshops – Gewässergüte-Monitoring

Im Rahmen des Bildungsprogramms des diesjährigen Extremwetterkongresses stellt das Institut für Hygiene und Umwelt Hamburg in Kooperation mit dem Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung sowie dem Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung eine mobile Gewässergütemessstation vor. Weiter wird den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern gezeigt, wie man sich einen persönlichen Zugang zum Gateway des Hamburger Wassergütemessnetzes anlegt und diesen nutzt. Die angeleiteten Beispiele stellen Zusammenhänge zur ökologischen Problematik von Sauerstofflöchern in der Unterelbe her. Diese regelmäßig im Sommer auftretenden Extremsituationen stehen auch im Zusammenhang mit dem Klima und somit den Klimaveränderungen. Auf diese Weise kann mit den Daten des Hamburger Wassergütemessnetzes zum Beispiel der Biologieunterricht mit tagesaktuellen Ergebnissen bereichert werden.

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