Sven Plöger

Sven Plöger

„Die einen sagen so, die anderen so“ – mit diesem Satz sind wir bereits mitten drin im Thema Klimawandel. Die einen sagen, dass der Klimawandel eine Katastrophe ist, die wir Menschen verursachen und unter der wir in Zukunft ganz massiv leiden werden; die anderen sagen, dass der Klimawandel vorwiegend von der Sonne und damit der Natur verursacht wird und all das nichts Besonderes ist. Schließlich hat sich das Klima ja auch schon vor uns Menschen geändert. Zwei gegensätzliche Aussagen, die wohl kaum zusammenzubringen sind, doch beide Sichtweisen haben viele Anhänger…
Der Vortrag geht der Frage nach, weshalb die Auffassungen zu einem im Kern naturwissenschaftlichen Thema in der Gesellschaft so unterschiedlich ausfallen können! Der wissenschaftliche Konsens, dass es einen anthropogenen Beitrag zum Klimawandel gibt, festigt sich weiter, aber der Glaube der Menschen daran nimmt „gefühlt“ sogar ab! Weshalb ist das möglich, obwohl wir gleichzeitig gerade in 2013 oft mit Extremwetter konfrontiert wurden und fast jeder von uns in den Nachrichten etwa vom massiven Eisrückgang in der Arktis gehört hat? Schließlich sind seit 1979 rund 40 Prozent des spätsommerlichen Meereises verschwunden. Liegt das an der häufigen Verwechselung von Wetter und Klima? Oder ist es vielleicht einfach der Komplexität des Themas insgesamt oder des häufig angewendeten medialen Stilmittels der Übertreibung geschuldet?
Im zweiten Teil des Vortrags geht es um die Frage, ob diese öffentliche Unsicherheit auch die Politik bremst und ob es weiteren Gründe gibt, derentwegen wir derzeit einen weltweiten Stillstand bei den großen Klimakonferenzen erleben.