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Klaus Arpe, Max-Planck Institut für Meteorologie, Hamburg

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Suzanne Leroy, Brunel University, London

Von der Eiszeit können wir keine Aussage über das Wetter machen, nur über das Klima, was ein langzeitliches Mittel über das Wetter wiedergibt. Das Klima in Europa war wesentlich kälter als heute.

Woher haben wir diese Information? Man kann Bohrungen in Sedimententen durchführen und dort kann man Pflanzenresten, wie Holzkohle und Pollen oder Tierresten wie Knochen, finden. Da einige Tiere und Pflanzen nur in bestimmten Klimazonen leben können, kann man auf Grund solcher Funde auf das Klima schließen.

Wie sah Europa bei der letzten Eiszeit aus?
Der nördliche Teil war meist mit Gletschern bedeckt, weiter südlich schloß sich die Tundra mit Permafrost an. Noch weiter südlich schloß sich eine trockene Steppe an. Fossile Pollen zeigen z.B., daß in Südengland baumlose Tundra vorherrschte.

Die wichtigsten Pflanzen waren Gras und grasähnliche Pflanzen, die zusammen mit verkrüppelten  Bäumen einen flachen Teppich bildeten.

Viele große Tiere lebten in der Tundra südlich der Gletscher. Fossile Knochen von Wollhaarmamuten,  Wollnashörnern, Rentieren, Pferden, Moschusochsen, Löwen und Tigerwölfen wurden gefunden

Die meisten Pflanzen können nur in gewissen klimatologischen Grenzen gedeihen. Z.B. benötigen sie genügend Wasser (Regen) und genügend Wärme in ihrer Wachstumsphase, auch dürfen die Winter nicht zu kalt sein.

Mit Hilfe der wenigen Beobachtungsdaten aus der Eiszeit, wir konzentrieren uns hier auf Laubbäume, kann man die Güte von Simulationen mit Klimamodellen validieren. Wenn solche Simulationen sich als richtig an den Beobachtungsorten erweisen, kann man die Modelldaten auch zur Abschätzung des Klimas für Gebiete ohne Beobachtungsdaten nutzen. Laubbäume werden als Beispiel benutzt, um zu zeigen, wo sie während der Eiszeit überlebt haben können.

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