Katharina Gerlach

Katharina Gerlach

Ende Juni 2013 kam es in Deutschland zu schweren  Hochwassern und Sturzfluten. Die Projektgruppe BauProtect des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unterstützte die für öffentliche Bauten zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgabe bei der Sanierung und zukunftsfesten Hochwasserschutzmaßnahmen. Dabei wurden ganzheitliche Konzepte angestrebt und in „best practice“ umgesetzt.

Exemplarisch sollen an Mustergebäuden präventive  Maßnahmen zum Baulichen Schutz der Bevölkerung bei Hochwasserlagen (Hochwasser + Sturzfluten) erforscht und angewandt werden.

Im Zuge der Erprobungsmaßnahmen, werden vor Ort die Schäden analysiert und gemeinsam mit den zuständigen Behörden und Objektmanagern geplant, wie Ideen umgesetzt werden können und welche Maßnahmen die effektivsten sind. Das gilt auch für Situationen, bei denen Gebäude aus statischen Gründen im Hochwasserfall geflutet werden müssen: Auch hier sind präventive Maßnahmen sinnvoll, wie das Hochverlegen von Hausanschlussräumen und technischem Equipment, das Sichern von Tankanlagen gegen Aufschwimmen, die Verlegung/Sicherung der Heizungsanlage und Elektrik, das Einbauen/Vorhalten leistungsstarker Tauchpumpen mit Ersatzstromversorgungsanlagen und andere Überlegungen mehr.

Bei allen Vorkehrungen ist zu beachten, dass der präventive Schutz gegen Hochwasser, wie man es von Flüssen kennt, anders angegangen wird, als der Schutz gegen Sturzfluten. Daher werden anhand von Beispielen aus zwei Hochwasserregionen die unterschiedlichen Herangehensweisen näher erläutert.

Am Wasserstraßen-Neubauamt in Magdeburg wird der Schutz gegen kontrolliertes Fluten bei Elbehochwasser analysiert. Die Sicherungen gegen Sturzfluten werden am Beispiel einer technischen Einrichtung in Bad Reichenhall näher erläutert.

BBK_DTP_CMYK_de