Dr Swenja Surminski, London School of Economics

Dr Swenja Surminski, London School of Economics

Naturkatastrophen sind keine neue Herausforderung in Europa  – aber die juengsten Trends und Entwicklungen zeigen, dass bisherige Loesungsansaetze nicht ausreichen. Risiken des Klimawandels, immer komplexere und damit oft leicht verwundbare oekonomische Prozesse, unzureichende Bebauungsplanung und mangelnde Infrastrukturinvestion – dies sind nur einige Beispiele. Die Liste von Problemen ist lang.  Strategien und Loesungsvorschlaege gibt es viele – ueberzeugende Umsetzung muss man schon laenger suchen, die Schadenzahlen steigen entsprechend.  Ein Aspekt, der dabei regelmaessig debatiert wird ist die Rolle von Versicherung.

Dieser Beitrag liefert Einblick in die derzeitige Debatte ueber Versicherungsloesungen fuer Naturkatastrophen in Europa – vom ‘Green Paper der EU-Kommisssion‘Green Paper on …’ zu den nationalen Debatten, die in vielen Laendern gefuehrt werden.

Dabei geht es um die Rolle von Privatwirtschaft und Staat, die notwendige, aber oft nicht gegebene Verknuepfung von Risikoreduzierung und Versicherungsloesung und die Frage, wie robust Loesungen angesichts juengster Klimaprognosen sind.  Das Beispiel der derzeitigen Flut-Versicherungsdebatte in Grossbritannien zeigt dabei konkret: Die  Erwartungen sind hoch, das Vertrauen ist niedrig und die Fakten oft unklar. Wer kann Anreize zur Schadenreduzierung liefern, wo sind die oekonmisch sinnvollsten Ansaetze und wie laesst sich dies sozial-politisch verkaufen?

Der Beitrag eroert  Erkenntnisse aus dem langjaehrigen LSE- Forschungsprojekt ‘ The impact of climate change on the insurance industry’, durchgefuehrt in  Kooperation mit Munich Re, sowie aus dem juengst angelaufenen EU-finanzierten ENHANCE –Projekt (Enhancing risk management partnerships for catastrophic natural disasters in Europe), bei dem LSE die Versicherungskomponente leitet.

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